Pressestimmen

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Ein großartiger Film, der - obwohl mehrfach preisgekrönt - leider bisher nur vereinzelt in deutsche Kinos kommt. Schade - denn selten wurden kulturelle Unterschiede auf ein so menschliches Maß gebrochen wie hier.
Moritz Holfelder, Deutschlandradio Kultur, 12. März 2007

Denn auch sonst ist es den Filmemachern vor allem durch ihr genaues geduldiges Hinschauen gelungen, die Widersprüchlichkeiten der großen Weltlage immer wieder mit neuen Fragen und Anregungen zu füttern und dabei nie den Blick auf das Konkrete zu verlieren.
Silvia Hallensleben, epd Film, März 2007

Chinesischer Zukunftsoptimismus, aus den Gesichtern leuchtend und mit Mao-Zitaten täglich angefacht, und europäische Selbstgenügsamkeit, die die Geschichte bestrafen wird – wohl noch nie im Kino konnte man die Symptome einer Zeitwende derart hautnah miterleben wie in dieser bestechend genauen und mit treffender Ironie gewürzten Beobachtung.
Hans-Jörg Rother, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. November 2006

Ulrike Franke und Michael Loeken (...) sind die Meister des pointierten Erzählens im deutschen Dokumentarfilm. Kaum einem gelingt es wie ihnen, Witz und Melancholie bisweilen in einem Bild zu vereinen, kaum einem, Protagonisten zu finden, die eine zum Lachen komische und zum Weinen traurige Ambivalenz in sich tragen.
Mark Stöhr, schnitt.de

Formal auf den ersten Blick schlicht, entfaltet der Film seinen Hintersinn erst nach und nach; er geht sein Sujet nicht verbissen an, sondern erzählt in ruhigen Bildern eine nahezu aberwitzige Geschichte und bringt vieles auf den Punkt, was hierzulande politisch und gewerkschaftlich unter den Nägeln brennt.
Hans Messias, Filmdienst, Nr. 6/2007

Ein großartiges Stück politisch dokumentarisches Erzählkino, das die gegenwärtigen Bedingungen globaler Arbeitsteilung in ungewohnte regionale Perspektive rückt und viele Fragen aufwirft.
Silvia Hallensleben, Der Tagesspiegel, 13. November 2006

Reichhaltiger und lebensnaher kann ein Dokumentarfilm kaum sein. Nachvollziehbar, spannend und ehrlich ist der tiefenscharfe, facettenreiche Blick dieses Dokumentarfilms.
FBW, Prädikat "besonders wertvoll"

Ein politisches Erzählkino in dokumentarischem Gewand, das den Clash der Kulturen zum Gradmesser globaler ökonomischer Verschiebungen macht.
Margarete Wach, filmdienst, Nr. 25/2006

Ein eindringlicher, stiller und genau beobachteter Film über die Globalisierung und ihre Auswirkungen, ein Werk, das beide Seiten verstehbar macht und das zum Nachdenken anregt.
Joachim Kurz, kino-zeit.de

Desillusionierte Deutschen treffen auf hochmotivierte Chinesen. Mit Feingefühl, detailliertem Blick und Sinn für unfreiwillige Komik verfolgen die Autoren den Abbau.
Nadja Naumann, Mitteldeutsche Zeitung, 26. Oktober 2006

Den Filmemachern gelang es, ein eindrucksvolles Bild von den Gefühlen der deutschen und chinesischen Arbeiter zu zeigen. Die Unterschiede in der Mentalität ließen vordergründig schmunzeln, doch vor allem ist es ein Film, der zum Nachdenken einlädt.
BS, Ruhr Nachrichten, 20. November 2006

Runde eineinhalb Jahre haben Franke und Loeken die spektakuläre Demontage begleitet und in unpathetisch beredten Bildern das Aufeinanderprallen zweier Kulturen eingefangen.
kfm, Leipziger Volkszeitung, 3. November 2006

Nicht nur Elegie und Verlustrechnung, macht der Film Unterschiede im sozialen Netz und arbeitstechnischen Verhalten deutlich.
Andreas Wilink, K. West, November 2006

Als Ulrike Franke und Michael Loeken von diesem Unternehmen hörten, erkannten sie sofort, welcher weite Blick sich hier auftut - die Globalisierung als Tragödie und Farce in einem.
Knut Elstermann, Berliner Zeitung, 13. April 2007

Bei der Uraufführung auf dem Leipziger Dokumentarfilmfestival 2006 löste Losers and Winners Bestürzung aus. So überzeugend hatte noch kein Film Deutschland auf der Verliererseite der Globalisierung geortet. Aber Optimismus hat immer etwas Ansteckendes, auch wenn er auf eigene Kosten geht: Auf das "Meer des Lernens" kann jeder hinausschwimmen.
Hans-Jörg Rother, Der Tagesspiegel, 13. April 2007

"Losers and Winners" bleibt kommentarlos bei der puren Reportage und macht dennoch richtig wütend.
Claudia Lenssen, TIP 08/07